
Nach Weihnachten geht es übrigens weiter: Dann ist es wieder Zeit für ein bisschen Glaskugel, Kaffeesatz und Runenwürfe: Die Rauhnächte beginnen in den meisten Gegenden mit der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Nach der Überlieferungen gibt es 12 Rauhnächte wobei jede Nacht für einen Monat des nächsten Jahres steht. Die letzte Rauhnacht beginnt am 5. Januar um 0:00 Uhr und endet um 24:00 Uhr. Am 6. Januar ist also alles vorbei.
Es ist eine magische Zeit voller Märchen und alten Überlieferungen. Man sagt Geister und Dämonen flögen um die Häuser. Andere warnen davor, in dieser Zeit größere Entscheidungen zu fällen. In den Rauhnächten sollen uns die geistigen Dinge und unsere Ahnen sehr nahe sein. Für die Rauhnächte gibt es viele Rituale, wie etwas früher das Räuchern der Wohnräume oder auch der Stallungen unserer Tiere. Am verbreitetsten ist vielleicht das Bleigießen in der Silvesternacht. Auch der Brauch der Sternsinger ist weit verbreitet.
Achja, und nicht zu vergessen, hier mein Beitrag zur Böllerdebatte: Wir knallen eigentlich zu Silvester, um die bösen Geister des vergangenen Jahres zu vertreiben. Und der Ausdruck „guten Rutsch“ geht wahrscheinlich auf die jiddische Redewendung „a git Rosch“ zurück. Was allerdings „einen guten Kopf“ bedeutet.
Thorsten Windus-Dörr